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Vorbemerkung
Beispiele wie „Stuttgart21“ oder der immerwährende Streit um „Gorleben“ und der Endlagerung von Atommüll machen besonders deutlich, dass nicht nur die Planverfahren nahezu endlos lange Zeit benötigen. Sie machen auch sehr deutlich, dass während eines langen Prozesses die Interessen der Nächstbetroffenen oftmals außen vorgelassen werden. Auch wird immer wieder schon vor Planungsbeginn die Interessenseinbindung der BürgerInnen im Wesentlichen (mitunter bewusst?) dabei unterlassen.
Diese „großen“ Beispiele lassen sich ebenso gut „ins Kleine“ übertragen: Die Interessen von MitarbeiterInnen jedweder Organisationsformen können ohne großen Aufwand, durch eine Veränderung der Kommunikationsstrukturen und deren Abläufe, in die Führungs- und Arbeitsprozesse positiven Einfluss nehmen.
Grundlagen ganzheitlicher Mediation
Der Wunsch nach Beteiligung, Transparenz, Ergebnisverantwortlichkeit hat einen sehr hohen Stellenwert, gleichbedeutend mindestens mit der „Lohn- und Gehaltsfrage“. Zu diesen Ergebnissen kommen wir bei jeder unserer unternehmensberaterischen Tätigkeit in mehr als 25 Jahren.
Bei immer mehr modern ausgerichteten, sich zur kontinuierlichen Entwicklung verpflichteten Organisation setzt sich diese Erkenntnis mittlerweile auch durch. Richtig angewendet und in der Organisationsstruktur als System verankert kann diese Erkenntnis in höchstem Maße genutzt werden, um die Verbesserung der Kommunikation und das Konfliktmanagement zu fördern - und kommt somit letzendlich auch der Produktivität und dem Betriebsergebnis zu Gute.
Im Basisseminar lernen die Teilnehmer den Ganzheitlichen Ansatz der Mediation kennen -, ob in der Führung oder als begleitender Berater verantwortlich: Sie erfahren etwas über die damit verbundene Haltung, die Form und den Stil der Kommunikation. Dieser ist so gänzlich anders, als der, den Sie bisher kennengelernt haben. Sie werde erfahren, dass die Mediation "das" effiziente Mittel zur Konfliktregelung ist.
- Ist die Mediation auch geeignet als Führungsmethode?
- Wo sind die Grenzen der Mediation, gibt es die überhaupt?
Diese und viele andere Fragen werden wir bearbeiten und beantworten helfen.
Die Veranstaltung ist für Kunden konzipiert, die die Mediation in ihrer Organisation, im System integrieren möchten. Neben dem Zertifizierungsseminar zum „Ganzheitlichen MediatorIn“, der/die Mediationen/Mediationsprozesse selbständig gestaltet und begleitet, bieten wir diese Basisausbildung oder auch den Lehrgang „Ganzheitliche Mediation“ (EGM) speziell für diejenigen an, die eher als „Mediationsmakler/Mediationshelfer“ kompetent tätig werden wollen. Die Basisausbildung (10 Tage) liefert eine solide Grundlage.
Bei dieser Form der Weiterbildung handelt es sich auch um eine abgeschlossene Einzelveranstaltung. Gedacht ist die Veranstaltung für unsere Kunden, die zunächst noch nicht an einer kompletten und Ganzheitlichen Ausbildung zum/zur UnternehmensentwicklerIn oder MediatorIn interessiert sind.
Alternativ bietet sich der Kurs "Einführung zur Mediation" (2 Tage Grundkenntnisse) oder der Zertizifizierungslehrgang (20 Tage + Peergruppenarbeit + Projektarbeitstage + Projektarbeit) zum/zur selbständigen MediatorIn,
Thema, Inhalt & Ziel Der Teilnehmer erhält einen Überblick über alle relevanten Themen und Argumentations“linien“ zum Ansatz der Ganzheitlichen Mediation. Vermittelt werden erste Ansätze des praktischen Umgangs mit der Ganzheitlichen Mediation.
- Die Philosophie: Ganzheitliche Mediation versus anderer Ansätze
- Die Kommunikation: Die mediative Einstellung, Haltung u. das Verhalten
- Das Konzept: Methodensystematik & Logik, Analyse, Instrument u. Technik
- Die Mediation: Einsatz von Mediation u. Mediation als oder im System
- Die Moderation & Präsentation
- Was ist Mediation
- Einsatzfelder der Mediation
- Nutzen der Mediation
- Vorteile der Mediation für den Auftraggeber
- Konfliktlösung als Wettbewerbsvorteil
- Möglichkeiten der Mediation im Allgemeinen, z. B. auch als Betriebs- oder Personalrat, in der Abteilung Personal(-entwicklung) oder Soziale Dienste etc.
- Was bringt ein Konflikt
- Von der Position zum Anliegen
- Lösungsorientiert versus Prozessorientiert
- Kompromiss versus Konsens ( Systematisches Konsensieren)
- Gewaltfreie Kommunikation
- Stufen der Eskalation
- Das „Vier-Ohren-Prinzip“
- Grenzen der Mediation
- . . .
Branche & Zielgruppe Sowohl die Seminar- als auch die Beratungsinhalte aller unserer Geschäftsfelder
- Unternehmensentwicklung (Unternehmensberatung),
- Mediation (Kommunikation & Konfliktmanagement
- Die Akademie
sind bewusst branchenübergreifend ausgerichtet.
Besonders in unserer Akademie erwarten wir weder eine akademische noch eine besondere sonstige Vorausbildung. Unabhängig ob aus privatem oder geschäftlich motiviertem Interesse, heißen wir deshalb jeden interessierten Menschen herzlich willkommen.
Lehrgangsaufbau Das Seminar umfasst zehn Tage und ist in vier Blöcke unterteilt, die jeweils 2 ½ Tage umfassen. Der zeitliche Abstand zwischen den vier Blöcken beträgt ca. einen bis zwei Monate.
Wir empfehlen zwischen den vier Blöcken eine so genannte Peergruppe zu bilden, die sich ein- bis gegebenenfalls zweimal zwischen den Blöcken trifft. Die Gruppengröße sollte mindestens drei, maximal fünf Personen umfassen. Am Ende des zweiten Tages und ersten Blocks sollten sich die Gruppen gefunden haben. Auf Wunsch kann zeitweise ein Coach hinzukommen, alternativ des individuell angebotenen Gesprächstermins während des Seminarblocks. Ebenso wird von Beginn an begleitend in dieser Basisausbildung eine Projektskizze von den TeilnehmerInnen entworfen und in den Lehrgang mit eingebracht.
Supervisor & Leitung Ralf Dorgeloh Unternehmensentwickler, Zertifizierter (Wirtschafts-)Mediator, Lehrtrainer Soziales Management & Kooperationspartner
Anzahl der Teilnehmer Die Veranstaltung wird in der Regel für ca. acht bis zehn und max. für 16 TeilnehmerInnen durchgeführt. Bei acht bis zehn TeilnehmerInnen ist ein(e) TrainerIn, bei wesentlich mehr als zehn sind ggf. zwei TrainerInnen vorgesehen. In jedem Seminar gibt es eine ergebnisverantwortliche Leitung, in der Regel die Lehrgangsleitung, damit die Qualität, der Prozess und die Kontinuität gewährleistet sind.
Ergebnis Nach dem erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs erhalten die Teilnehmer/Innen das Zertifikat. Sollten die individuellen Voraussetzungen passen, kann auf Wunsch diese Veranstaltung auch zur Prüfung u. Anerkennung beim BMWA e. V. vorgelegt werden.
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